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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse & Zubehör > Zubehör Seite 4/4

Da die Mainboardsensoren zum Auslesen der Spannungen nicht sehr genau sind, verwendeten wir ein Multimeter zum Ermitteln der einzelnen Spannungen. Natürlich kann es auch hier zu Toleranzen kommen.
Für den Praxistest wurden drei Betriebszustände simuliert: Leerlauf – der Rechner befindet sich in Windows, es werden keine Anwendungen ausgeführt und die Last liegt bei 0%. Volllast – Die CPU wird zu 100% ausgelastet (beide Kerne), wie auch die Grafikkarte. Maximale Last/ extreme Volllast – siehe „Volllast“ – zusätzlich werden die genannten Belastungsplatinen an den PC angeschlossen.

Unser Messgerät zum Ermitteln der Spannungen.
Mit diesem Gerät wird der Verbrauch in Watt nachgemessen.
Diese Belastungsplatine kann das System um weitere 70 Watt im 5 Volt-Bereich mehr belasten. Zwei Platinen sind im Einsatz.

Messwerte (Spannung in Volt):

ohne Last
 
NesteQ E²CS 600
Corsair HX520W
3,3 Volt:
3,32 Volt
3,40 Volt
5 Volt:
4,94 Volt
4,98 Volt
12 Volt:
11,95 Volt
12,13 Volt

normal Volllast
 
NesteQ E²CS 600
Corsair HX520W
3,3 Volt:
3,33 Volt
3,40 Volt
5 Volt:
4,94 Volt
4,99 Volt
12 Volt:
11,92 Volt
12,12 Volt

extrem Volllast
 
NesteQ E²CS 600
Corsair HX520W
3,3 Volt:
3,17 Volt
3,36 Volt
5 Volt:
4,85 Volt
4,91 Volt
12 Volt:
11,63 Volt
12,08 Volt

Zunächst lässt sich sagen, dass die Messwerte unter Leerlauf und Volllast recht stabil sind. Unter Leerlaufbedingungen liegen alle Werte gut auf. Vor allem die 3,3 Volt Leitung ist mit 3,32 Volt optimal. Am schlechtesten zeigt sich der 5 Volt Kanal, allerdings weicht dieser mit 4,94 Volt nur um 0,06 Volt ab und liegt noch vollkommen im Toleranzbereich.
Belastet man die CPU und die Grafikkarte zu 100% sinkt lediglich der 12 Volt Kanal von 11,95 auf 11,92 Volt ab. Andere Spannungsschienen zeigen sich unbeeindruckt.
Anders sicht das ganze mit extremer Volllast aus. Um ganze 0,3 Volt sinkt der 12 Volt Bereich. Nur muss man dazu auch sagen, dass diese Schiene mit 120 Watt zusätzlich belastet wurde, was beispielsweise einer schnellen aktuellen Grafikkarte entsprechen würde.
Die 5 Volt Leitung knickte nur um ca. 0,1 Volt ab. Der 3,3 Volt Kanal, obwohl dieser nicht zusätzlich belastet wurde, sank von 3,32 auf 3,17 Volt ab. Das liegt gerade mal noch im akzeptablen Toleranzbereich von +/- 5%.

Neben den Messungen der Spannung interessiert uns natürlich auch der Verbrauch des Netzteils. Dieser wurde mit einem Leistungsmessgerät der Marke Brennenstuhl ermittelt, ebenfalls unter den drei genannten Betriebszuständen und zusätzlich im Standby Betrieb und abgeschalteten Zustand.

Leistungsaufnahme (Watt)

 
NesteQ E²CS 600
Corsair HX520W
Standby:
19 Watt
11 Watt
Leerlauf:
108 Watt
125 Watt
normal Last:
206 Watt
226 Watt
extrem Last:
420 Watt
433 Watt
AUS:
8 Watt
0 Watt

Gleich negativ anzumerken ist, dass das Netzteil bei umlegtem Netzschalter auf der Rückseite, immer noch ca. 8 Watt aus der Steckdose zieht.
Wird der Netzschalter auf „Ein“ gestellt (Standby), sind es rund 19 Watt und somit identisch mit dem ElanVital 400 Watt Modell, aber mehr als unser Vergleichsnetzteil der Marke Corsair.
Ziemlich hoch fallen die Werte unter extremer Last aus. Satte 420 Watt saugt das NesteQ Netzteil aus der Dose. Nur muss man hier auch die zusätzlichen Lastplatinen am Netzteil berücksichtigen, die die Gesamtbelastung des Systems natürlich nach oben treiben. Die Effizienz zeigt sicht aber hier positv, denn der 520 Watt Kandidat saugt nochmals 13 Watt mehr. Unter normaler Last sogar 20 Watt mehr.
Auch im Vergleich zu Antecs NeoPower 1200 Watt Netzteil ist das NesteQ unter normaler Last um ca. 25 Watt sparsamer und somit effizienter.

Nicht nur die Messungen verliefen gut. Auch der Einbau und das Installieren der Kabel brachten keine Probleme mit sich. Das Netzteil wurde in einem aktuellen Coolermaster Stacker Tacker RC-831 verbaut. Wie schon vermutet, erwies sich das Kabelmanagementsystem als sehr praktisch. Vor allem die Freiheiten beim Zusammenstecken der einzelnen Kabel hat hervorragend geklappt und erspart viel Kabelgewirr. Einzig die etwas klobigen Stecker, an denen man die einzelnen Stränge zusammensteckt, wirken im Gehäuse etwas unschön.
An den Laufwerken ließen sich die Stecker allesamt leicht hineinstecken und auch wieder lösen. Die Lautstärke hielt sich während des Betriebs in Grenzen. Lediglich bei extremer Volllast ist das Gerät deutlich hörbar, nur werden es die wenigstens so stark auslasten. Unter normalen Bedingungen ist das Netzteil kaum hörbar.

Fazit
Schon das damals getestete ElanVital 400 Watt semipassiv Netzteil konnte im Test durchaus überzeugen, vor allem durch die gute Effizienz und Lautstärke.
Doch wie sieht es nun beim E²CS aus? Die 600 Watt Version ist optisch zwar eher unauffällig hat es aber in sich. Vor allem das gut durchdachte Kabelsystem bietet Flexibilität pur. Je nach Gebrauch bastelt man sich die Kabel zusammen, die benötigt werden. Das hält den Innenraum im PC ordentlich und lässt einen besseren Luftstrom zu.
In punkto Verarbeitung und Qualität können wir ebenfalls nichts bemängeln.
Wesentlich interessanter sind natürlich unsere Messungen. Unter Leerlaufbedingungen und normaler Volllast können die Werte auf jeden Fall überzeugen. Sie liegen im grünen Bereich und lassen theoretisch noch Platz nach oben. Wird das Netzteil aber zusätzlich um ca. 190 Watt mehr belastet, sinkt zwar der 12 Volt Bereich, liegt aber noch im Toleranzbereich, wie auch der 3,3 Volt Kanal.
Dennoch sehen wir hier etwas Verbesserungspotenzial, denn viel niedriger dürften die genannte Werte nicht sinken. Setzt man also ein noch stärkeres System ein, muss man auf die 700 Watt Version setzen.
Interessant ist natürlich auch der Stromverbrauch gewesen. Dieser zeigte sich, in anbetracht der Belastung als niedrig. Im Vergleich zu anderen Modellen, schnitt das NesteQ effizienter ab.

Um die 120 Euro muss man für die 600 Watt Version auf den Tisch legen, was im Vergleich zu vergleichbaren Modellen anderer Hersteller nicht teurer ist. Nur bekommt man dafür mehr geboten? Auf jeden Fall ist das neue Kabelmanagementsystem ein enormer Pluspunkt gegenüber anderen Kandidaten, auch die Verarbeitung und die Lautstärke sind gut. Lediglich unter extremer Volllast ist das Netzteil deutlich hörbar.
Wer ein neues Netzteil für sein aktuelles System sucht, das sparsam, leise und dennoch eine gute Leistung liefert, kann sich das NesteQ E²CS 600 mal etwas genauer anschauen!

Auszeichnung: Aufgrund des neuen innovativem Kabelsystem und dem guten Gesamtbild, verleihen wir dem NesteQ E²CS 600Watt Netzteil den neu eingeführten TWINSBYTE.de INNOVATIV Award!
Diese Auszeichnugn erhalten Produkte, die durch ein besonders nützliches, neues Feature überzeugen konnten. Zusätzlich muss aber auch das Gesamtbild/ Gesamtleitung stimmen, um diesen Award zu bekommen.

 
NesteQ E²CS Series ECS6001
Lieferumfang:
10 /10
Geräuschpegel:
7,5 /10
Leistung:
7,5 /10
Verbrauch:
9,0 /10
Ausstattung:
9,0 /10
Pro:
- leise
- hohe Effizienz
- gute Verarbeitung
- unter Normalbedingungen gute, stabile Spannungen
- flexibles Kabelmanagementsystem
Kontra:

- verbraucht auch im ausgeschaltetem Zustand Strom
- Spannungen unter extremer Last könnten etwas höher sein
- bei extremer Last deutlich hörbar

Preis:
ca. 120 Euro
Hersteller:
Bezugsquelle:
Auszeichnungen:




Aufgrund der guten Gesamtleistung und des innovativem Kabelsystems, verleihen wir dem NesteQ E²CS Series ECS6001 den TWINSBYTE.de INNOVATIV Award!


Das Netzteil kann bei unserem Partner PC-Icebox.de käuflich erworben werden.


 

 

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