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> Artikel > Hardwaretest > Sonstiges > Multimedia Seite 2/5

Wer auf Design Wert legt, ist mit diesem Kandidaten sicherlich gut bedient. Nur in Punkto Verarbeitung hat er weniger zu bieten – in der Hand wirkt er nicht so hochwertig wie beispielsweise Produkte von Terratec oder Hauppauge.
Auf der gegenüberliegenden Seite des USB Anschlusses liegt der Antennen-Eingang. Er wurde in Form eines Klinkensteckers am Gehäuse untergebracht. Auch die beigelegte Stabantenne verfügt über diesen Anschluss. Das spart natürlich Platz am Gehäuse, weshalb der Stick auch relativ flach gebaut ist.
Doch was ist, wenn man eine größere Stabantenne oder gar Hausantenne anschließen möchte? Der Hersteller hat im Lieferumfang den bereits erwähnten Adapter gelegt. Damit ist es möglich auch normale Antennen mit 75 Ohm Antennenanschluss an dem Gerät zu montieren.
Eine Leuchtdiode signalisiert, dass der DVB-T Empfänger in Betrieb ist. Für die beigelegte Fernbedienung befindet sich an der linken Seite des Gerätes ein kleiner IR Empfänger. Zur Fernbedienung kommen wir aber noch später!
Sonst hält das Äußere keine Besonderheiten mehr für den Anwender bereit.

Der Klinkenanschluss auf der Oberseite dient als Antennenanschluss.
Sollen herkömmliche Antennen mit 75Ohm Anschluss angeschlossen werden nutzt man den beigelegten Adapter.
Der IR Empfänger für die beiliegende Fernbedienung.

Kommen wir daher nun zu den Inneren Werten des Gerätes. Als kleine Besonderheit, zumindest heutzutage, ist die USB 1.1 Unterstützung zu nennen. Auch der Hersteller preist diese Funktion besonders an, da man so als Besitzer älterer Hardware in den digitalen TV Genuss kommen kann. Natürlich läuft die Hardware auch an aktuellen Systemen mit USB 2.0.
Außerdem hebt der Hersteller die besonders niedrigen Hardwareanforderungen hervor. So soll bereits mit einem 500 MHz Rechner problemloser TV Spaß garantiert sein. Mindestens sollten 128MB RAM im Rechner verbaut sein sowie 100MB freier Festplattenspeicher.
Die Treiber bzw. Software sind unter Windows 2000 mit installiertem SP4 und unter Windows XP ab SP1 lauffähig. Sehr erfreulich ist auch der Windows Vista Support für die 32- und 64 Bit Version. Auch soll sich der Stick dank BDA Treiber problemlos im MediaCenter von Microsoft integrieren lassen, egal ob Vista oder XP.

Systemvoraussetzungen im Überblick:
• Intel PIII/IV/Celeron oder AMD Athlon/Duron (ab 500MHz)
• mind. 128 MB Arbeitsspeicher
• Windows 2000 SP4, Windows XP SP 1/2, Windows Vista (32 & 64-Bit)
• Direct X 9.0 kompatible Grafikkarte mit mind. 8MB Grafikspeicher
• mind. USB 1.1 Port, besser USB 2.0 Port

DVB-T Sticks anderer Hersteller, z.B. von Hauppauge oder Terratec verlangen hier wesentlich leistungsstärkere Systeme mit über 1 GHz.
Lediglich das schon mal getestete USB Gerät T1 von Artec konnte auf leistungsarme Systeme betrieben werden.

Neben dem normalen Empfang von DVB-T kann der Stick auch mit Bildmaterial in HDTV und SDTV umgehen. Leider bringt das in Deutschland recht wenig, da nicht in solch hohen Auflösungen und Bitraten ausgestrahlt wird. Hierzulande kann man schon froh sein, wenn man nicht bei jedem Sender nur grobe Artefakte erkennen kann.
Die Bild- und Tondaten gelangen auf den PC im MPEG2 Format. Beim terristischen digitalem Fernsehen wäre eine maximale Bandbreite von 15 MBit möglich. Nur werden diese Bitraten nie erreicht, da sich mehrere Sender immer ein Sende-Bouquet teilen müssen. Dementsprechend sinkt die Datenrate. Die maximale Auflösung vom Bildmaterial liegt bei 720 x 576 Pixel – werden die schwarzen Rahmen mit einberechnet, liegt die Auflösung bei 800 x 600 Pixel.
Leider ist es nach Herstellerangaben mit der beigelegten Software nicht möglich AC3 zu empfangen – nur Stereo. So verfliegt leider schon ein Vorteil der digitalen Technik, denn schon einige Sender, u.a. Pro 7, ZDF usw. senden vor allem im Abendprogramm Filme mit 5.1 Surround Sound.

Auf der Rückseite sind einige Luftschlitze zu finden. Im Betrieb erwärmt sich der Stick recht stark.
Vom Design her hat man sich Mühe gegeben. Auch die Kombi aus schwarz und silber sieht nett aus.
...

Aufnahmen können per Software manuell vorgenommen oder per Timer automatisch gestartet werden. Die Aufnahmen werden dabei im MPEG 2 Format in DVD Qualität aufgezeichnet. Obwohl das Format soweit mit dem von DVDs übereinstimmt, muss man eine Umwandlung des Materials vornehmen. Meist reicht schon ein Demultiplexen, z.B. mit der Anwendung PVAStrumento, vollkommen aus. Anschließend müssen dann nur Bild und Ton wieder zusammengefügt werden und man hat ein DVD konformes Video.
Neben dem Aufzeichnen können auch Schnappschüsse, also Standbilder in JPEG oder BMP aufgenommen werden.
Der Sendersuchlauf der beigelegten Software soll vollkommen automatisch von statten gehen. Es werden die Bandbreiten 6/ 7/ 8 MHz unterstützt.
Nützlich ist auch noch, dass die Software eine Erkennung besitzt, ob ein TV-Programm in 4:3 oder 16:9 ausgestrahlt wird. Das TV-Fenster wird dann dementsprechend angepasst. Leider gibt es keine Option, dass ein 4:3 Programm auf einem Breitbild-Display gestreckt wird.

Als sehr praktisch hat sich immer der abrufbare EPG (Electronic Program Guide) erwiesen. Dabei handelt es sich um die neuere Art des Videotextes. Neben dem normalen TV Bild/ Ton werden Textinformationen gesendet. Die TV Software wertet diese aus und erstellt darauf eine Programmzeitschrift aller Sender, mit meist sehr ausführlichen Programminformationen. Zudem lassen es einige Hersteller auch gleich zu, direkt im EPG Aufnahmen zu programmieren. Ist man Nostalgiker, kann natürlich auch der gute alte Videotext verwendet werden.

 


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