Wer
auf Design Wert legt, ist mit diesem Kandidaten
sicherlich gut bedient. Nur in Punkto Verarbeitung
hat er weniger zu bieten – in der Hand wirkt
er nicht so hochwertig wie beispielsweise Produkte
von Terratec oder Hauppauge.
Auf der gegenüberliegenden Seite des USB Anschlusses
liegt der Antennen-Eingang. Er wurde in Form eines
Klinkensteckers am Gehäuse untergebracht. Auch
die beigelegte Stabantenne verfügt über
diesen Anschluss. Das spart natürlich Platz
am Gehäuse, weshalb der Stick auch relativ
flach gebaut ist.
Doch was ist, wenn man eine größere Stabantenne
oder gar Hausantenne anschließen möchte?
Der Hersteller hat im Lieferumfang den bereits erwähnten
Adapter gelegt. Damit ist es möglich auch normale
Antennen mit 75 Ohm Antennenanschluss an dem Gerät
zu montieren.
Eine Leuchtdiode signalisiert, dass der DVB-T Empfänger
in Betrieb ist. Für die beigelegte Fernbedienung
befindet sich an der linken Seite des Gerätes
ein kleiner IR Empfänger. Zur Fernbedienung
kommen wir aber noch später!
Sonst hält das Äußere keine Besonderheiten
mehr für den Anwender bereit.
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Der
Klinkenanschluss auf der Oberseite dient als
Antennenanschluss. |
Sollen
herkömmliche Antennen mit 75Ohm Anschluss
angeschlossen werden nutzt man den beigelegten
Adapter. |
Der
IR Empfänger für die beiliegende
Fernbedienung. |
Kommen
wir daher nun zu den Inneren Werten des Gerätes.
Als kleine Besonderheit, zumindest heutzutage, ist
die USB 1.1 Unterstützung zu nennen. Auch der
Hersteller preist diese Funktion besonders an, da
man so als Besitzer älterer Hardware in den
digitalen TV Genuss kommen kann. Natürlich
läuft die Hardware auch an aktuellen Systemen
mit USB 2.0.
Außerdem hebt der Hersteller die besonders
niedrigen Hardwareanforderungen hervor. So soll
bereits mit einem 500 MHz Rechner problemloser TV
Spaß garantiert sein. Mindestens sollten 128MB
RAM im Rechner verbaut sein sowie 100MB freier Festplattenspeicher.
Die Treiber bzw. Software sind unter Windows 2000
mit installiertem SP4 und unter Windows XP ab SP1
lauffähig. Sehr
erfreulich ist auch der Windows Vista Support
für die 32- und 64 Bit Version. Auch soll sich
der Stick dank BDA Treiber problemlos im MediaCenter
von Microsoft integrieren lassen, egal ob Vista
oder XP.
Systemvoraussetzungen im Überblick:
• Intel PIII/IV/Celeron oder AMD Athlon/Duron
(ab 500MHz)
• mind. 128 MB Arbeitsspeicher
• Windows 2000 SP4, Windows XP SP 1/2, Windows
Vista (32 & 64-Bit)
• Direct X 9.0 kompatible Grafikkarte mit
mind. 8MB Grafikspeicher
• mind. USB 1.1 Port, besser USB 2.0 Port
DVB-T
Sticks anderer Hersteller, z.B. von Hauppauge oder
Terratec verlangen hier wesentlich leistungsstärkere
Systeme mit über 1 GHz.
Lediglich das schon mal getestete USB Gerät
T1
von Artec konnte auf leistungsarme Systeme betrieben
werden.
Neben
dem normalen Empfang von DVB-T kann der Stick auch
mit Bildmaterial in HDTV und SDTV umgehen. Leider
bringt das in Deutschland recht wenig, da nicht
in solch hohen Auflösungen und Bitraten ausgestrahlt
wird. Hierzulande kann man schon froh sein, wenn
man nicht bei jedem Sender nur grobe Artefakte erkennen
kann.
Die Bild- und Tondaten gelangen auf den PC im MPEG2
Format. Beim terristischen digitalem Fernsehen wäre
eine maximale Bandbreite von 15 MBit möglich.
Nur werden diese Bitraten nie erreicht, da sich
mehrere Sender immer ein Sende-Bouquet teilen müssen.
Dementsprechend sinkt die Datenrate. Die maximale
Auflösung vom Bildmaterial liegt bei 720 x
576 Pixel – werden die schwarzen Rahmen mit
einberechnet, liegt die Auflösung bei 800 x
600 Pixel.
Leider
ist es nach Herstellerangaben mit der beigelegten
Software nicht möglich AC3 zu empfangen –
nur Stereo. So verfliegt leider schon ein Vorteil
der digitalen Technik, denn schon einige Sender,
u.a. Pro 7, ZDF usw. senden vor allem im Abendprogramm
Filme mit 5.1 Surround Sound.
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Auf
der Rückseite sind einige Luftschlitze
zu finden. Im Betrieb erwärmt sich der
Stick recht stark. |
Vom
Design her hat man sich Mühe gegeben.
Auch die Kombi aus schwarz und silber sieht
nett aus. |
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Aufnahmen
können per Software manuell vorgenommen oder
per Timer automatisch gestartet werden. Die Aufnahmen
werden dabei im MPEG 2 Format in DVD Qualität
aufgezeichnet. Obwohl das Format soweit mit dem
von DVDs übereinstimmt, muss man eine Umwandlung
des Materials vornehmen. Meist reicht schon ein
Demultiplexen, z.B. mit der Anwendung PVAStrumento,
vollkommen aus. Anschließend müssen dann
nur Bild und Ton wieder zusammengefügt werden
und man hat ein DVD konformes Video.
Neben dem Aufzeichnen können auch Schnappschüsse,
also Standbilder in JPEG oder BMP aufgenommen werden.
Der Sendersuchlauf der beigelegten Software soll
vollkommen automatisch von statten gehen. Es werden
die Bandbreiten 6/ 7/ 8 MHz unterstützt.
Nützlich ist auch noch, dass die Software eine
Erkennung besitzt, ob ein TV-Programm in 4:3 oder
16:9 ausgestrahlt wird. Das TV-Fenster wird dann
dementsprechend angepasst. Leider gibt es keine
Option, dass ein 4:3 Programm auf einem Breitbild-Display
gestreckt wird.
Als
sehr praktisch hat sich immer der abrufbare EPG
(Electronic Program Guide) erwiesen. Dabei handelt
es sich um die neuere Art des Videotextes. Neben
dem normalen TV Bild/ Ton werden Textinformationen
gesendet. Die TV Software wertet diese aus und erstellt
darauf eine Programmzeitschrift aller Sender, mit
meist sehr ausführlichen Programminformationen.
Zudem lassen es einige Hersteller auch gleich zu,
direkt im EPG Aufnahmen zu programmieren. Ist man
Nostalgiker, kann natürlich auch der gute alte
Videotext verwendet werden.