Kommen wir nun zu den Features des Sticks.
Logischerweise unterstützt das Gerät
den Empfang von DVB-T. Die DVB-T Daten werden durch
das MPEG 2 Format auf den PC übermittelt, ähnlich
wie bei DVB-S oder C Signalen. Die maximale Bandbreite
liegt bei 15 MBit, die allerdings selten bzw. kaum erreicht
wird. Ursache: Viele Sender packen mehrere Programme
auf einen Kanal, wodurch die Bandbreite auf mehrere
Programme aufgeteilt werden muss und das Abstriche bei
der Bildqualität verursacht.
Die maximale Auflösung der Bilder liegt bei 720
x 576 Pixel. Rechnet man den schwarzen Rahmen mit ein,
liegt sie bei 800 x 600 Pixel.
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Auf der Oberseite des Sticks ist eine kleine Power-LED zu finden. |
Eine kleine Kappe schützt den Stecker. |
Schon
zur Standardausstattung gehört die Timeshift-Funktion
– also die Möglichkeit des zeitversetzten
Fernsehens. Die WinTV Software soll diese Funktion ebenfalls
ermöglichen. Durch einen Pausebutton wird das aktuelle Fernsehbild angehalten und im Hintergrund das fortlaufende Programm aufgezeichnet.
Normale timergesteuerte Aufnahmen sind natürlich auch möglich, wofür Hauppauge den "WinTV Scheduler" mitliefert. Bei diesem Tool muss der User jedoch direkt einen Aufnahmezeitraum angeben, in dem die Aufnahme durchgeführt werden soll. Eine Programmierung per EPG (Electronic Program Guide) ist leider nicht möglich, da die Software diesen nicht unterstützt.
Die TV Aufnahmen werden direkt als MPEG 2 Datei auf
dem Rechner gespeichert. Das hat den Vorteil, dass man
sie gleich als DVD brennen könnte. Doch oft sind
die aufgezeichneten MPEG 2 Dateien nicht DVD konform
und müssten erst umgewandelt werden. Würde
man sie gleich als DVD brennen, hätten einige DVD
Player so ihre Probleme bei der Wiedergabe.
Wie schon kurz angesprochen, ist leider der Aufruf des EPG mit der WinTV Software nicht
möglich, da sie diesen nicht unterstützt. Erst mit einer Beta-Version des TV Programms
wurde EPG eingebaut. Dabei ist das vollkommen unverständlich,
da EPG sowieso zusammen mit den DVB-T Signalen ausgestrahlt wird und empfangbar
ist. Mit alternativer TV Software ist dieses Feature im Zusammenhang mit dem Nova-T-Stick daher problemlos
möglich. Das gibt leider einige Minuspunkte. Auch bei der Nova TV-Karten Serie von Hauppauge hatte man dieses Feature bei den überarbeiteten Karten entfernt.
Der normale Videotext, den man noch vom guten alten Fernseher kennt, ist jedoch empfangbar, allerdings auch mit einer Einschränkung. So muss dieser über eine extra Software aufgerufen werden und das kann nur dann geschehen, wenn Fernsehen nicht aktiv ist.
Neben
dem TV-Empfang ist natürlich auch der Empfang von
Radiosendern möglich. Allerdings werden nur in
wenigen Gebieten DVB-T Radiosender ausgestrahlt, beispielsweise
in Berlin. Wie lange der Empfang der Sender noch möglich
ist steht ebenfalls in den Sternen. Einige Sender wollten
nur testweise für ein Jahr das digitale Radio ausstrahlen.
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Die mitgelieferte Stabantenne. |
Die Antenne lässt sich in der Mitte und am Fuß auseinanderschrauben. |
Der massive Fuß sorgt für einen guten Stand. Hier wird die Antenne einfach angeschraubt. |
Um
überhaupt ein TV Bild auf den Rechner zu zaubern
muss eine Antenne her, die Hauppauge schon mitliefert.
Das Besondere daran ist, dass man mit ca. 34,5cm Höhe auf eine relativ große
Stabantenne gesetzt hat, im Gegensatz zu den Ministabantennen
von anderen Herstellern. Inwieweit ein besserer Empfang
damit möglich ist, wird sich im Test zeigen. Auch ist eine Antenne dieser Größe natürlich nicht ganz so portabel, da das 60cm lange Kabel auch deutlich dicker und unelastischer ist.
Um sie jedoch problemlos in einer kleinen Tasche transportieren zu können, kann sie in der Mitte und am Sockel auseinandergeschraubt werden.
Durch den massiven Magnetfuß rutscht die Stabantenne
auch nicht so schnell weg, wobei die magnetische Kraft
etwas höher ausfallen könnte. Damit man mit dem Magneten keine empfindlichen Untergründe zerkratzt, wurde dieser mit einem Gummiüberzug versehen, der sich jedoch leider sehr schnell löst und immer wieder neu befestigt werden muss.
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Unter einer kleinen Gummihülle ist der Magnet zu finden. |
Das mitgelieferte USB-Verlängerungskabel. |
Software
Hauppauge liefert die Software samt Treiber auf einer
CD mit. Bei unserem Modell handelt sich um die 2.5B Version. Auf der Internetseite von Hauppauge (
www.hauppauge.de) kann man sich jedoch schon die 2.5E Version downloaden, die wir für den Test auch verwendet haben.
Wie
schon vor Jahren setzt Hauppauge auf die alte WinTV
2000 Software, die um die Digitalfunktionalität
erweitert wurde. Schon früher ist die Software
etwas in Kritik geraten, da es ihr etwas an der Übersicht fehlt und es auch etwas an der
Stabilität hapert. Ob sich hier etwas getan hat,
werden wir im Laufe des Tests sehen.
Startet WinTV 2000 das erste Mal, wird man aufgefordert
die Kanalsuche zu starten. Dafür wird der Kanalmanager
aufgerufen. Der Scanvorgang dauert einige Zeit, da alle
Frequenzen für ganz Deutschland durchsucht werden.
Bei anderen Herstellern hat man die Auswahl zwischen
verschiedenen Bundesländern und scannt daher nur
die entscheidenden Frequenzen, womit der Suchlauf schneller
geht.
Nach rund 5 Minuten Suchlauf wurden alle Sender, die
in Berlin empfangbar sind, gefunden.
Jetzt hat man noch die Möglichkeit die Sender zu
sortieren, umzubenennen usw.
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Das Hauptfenster der WinTV 2000 Software. |
Die Kanalliste. |
Die Aufnahmesteuerung. |
Die
Oberfläche der WinTV 2000 Software ist in einem
dunklen grau gehalten und wirkt etwas düster. Auf
der linken Seite kann man auf Hauptfunktionen wie Kanalwechsel,
Einstellungen, Vollbild etc. zugreifen. Zudem findet
man hier eine Screenshotfunktion vor, die alle geknipsten
Bilder untereinander auflistet. Ob man das im Hauptfenster
benötigt sei mal dahingestellt. Der rechte Bereich
wird vom TV Fenster eingenommen. Im unteren Bereich
findet man die Senderinformatitonen und kann die Aufnahme
starten oder das laufende Programm pausieren.
Nutzt man das Programm zum ersten Mal, braucht es schon
so seine Zeit um alle Funktionen, die sich hinter den
Knöpfen befinden, zu erforschen. Denn leider sind
diese nicht sofort ersichtlich.
Nutzt man den TV Stick während der Arbeit, kann
durch ein Klick mit der rechten Maustaste nur das TV
Fenster sichtbar gemacht werden. Das spart Platz und
man kann das TV Fenster am Rand vom Bildschirm platzieren,
ohne das es stört.
Wer im WinTV 2000 Programm den Videotext sucht,
wird dies vergebens tun. Diese Funktion steht einem erst
durch ein weiteres Programm namens VTPlus zur Verfügung. Das kleine,
schon angestaubte Programm stellt dann den Videotext
zur Verfügung, aber auch nur dann, wenn man kein
Fernsehen laufen hat. Schon zu früheren Zeiten
wurde dieses Programm bei den analogen TV Karten mitgeliefert.
Soweit
zur Software, nun zum Praxisteil auf der nächsten Seite!