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> Artikel > Hardwaretest > Diverses Seite 3/3

Die Praxis
Unterbringung des PCs

Für einen Praxistest verwendeten wir einen PC im Miditower-Format, der keinerlei Silentkomponenten besitzt, sondern durchschnittlich bis laute Hardware verbaut hat. Diesen stellten wir in den Schrank und schlossen diesen auch komplett an. Beim Hineinstellen bzw. Hineinschieben des Gehäuses bemerkten wir sehr schnell, dass das Dämmmaterial, welches sich auf der Bodenplatte im Schrank befindet, recht rau ist. Dadurch war ein Hineinschieben des Rechners nur bedingt möglich, was ein Nachteil bei schweren und sehr hohen Big-Towern darstellen kann. Denn hier bleibt oftmals nur sehr wenig Platz, um den Rechner leicht anzuheben.
Steht der Rechner in der Box, können nun die Kabel durch die gut gelöste Kabeldurchführung geschoben und am Rechner angeschlossen werden. Für die Kabeldurchführung ist es ratsam die Plastikabdeckung der Durchführung abzuziehen und sie ggf. später wieder raufzusetzen.

Der Rechner wird über die Rückseite in den Schrank geschoben.
Hier die fertig angeschlossene Controller-Box.
Der Rechner von vorn.

Für den Test schalteten wir die kleine Controller-Box zwischen Steckdose und Rechner. Dazu muss das Stromkabel, welches sonst in den Rechner gesteckt wird, direkt am Controller angeschlossen werden. Ein zweites Kabel, welches dem Lieferumfang beiliegt, wird dann ebenfalls am Controller und am Netzteil des Rechners angeschlossen. Wichtig ist nun noch das Stromkabel der Lüfter. Dieses wird ebenfalls einfach in die Box gesteckt.

Nach dem Anschließen des Rechners schlossen wir die Rückwand.

Der Geräuschpegel
Nach dem Einschalten des Rechners und schließen der Fronttür, waren wir sehr überrascht. Der verwendete PC war in seiner Lautstärke auf ein sehr leises, kaum wahrnehmbares Rauschen reduziert worden.
Subjektiv betrachtet kommt das Ergebnis der 80prozentigen Senkung des Geräuschpegels sehr nahe. Leider konnten wir dies nicht messen, da wir zum Testzeitpunkt kein dB-Messgerät zur Verfügung hatten.
Natürlich testeten wir die Box auch mit eingeschalteten Lüftern. Drehen beide mit 6 oder 9 Volt, ist kein Unterschied in der Lautstärke wahrnehmbar. Diesen Unterschied merkt man nur, wenn man sein Ohr an den oberen Luftkanal an der Rückseite hält. Schaltet man den Lüfter auf 12 Volt, so ist bei einer geringen Entfernung (0,5-1m) eine ganz leichte Erhöhung des Geräuschpegels wahrnehmbar, die jedoch nicht das gute Dämmergebnis beeinträchtigen kann.

Temperaturen
Ein gedämmter PC heißt meist auch höhere Temperaturen, egal ob bei der Grafikkarte, der CPU oder im Gehäuseinnenraum. Daher entnahmen wir vier Temperaturwerte, jeweils von der CPU und von der Gehäuseinnentemperatur. Wir entnahmen diese bei allen drei Lüfterstufen und einmal beim PC, als dieser noch nicht im Gehäuse stand. Während des Tests simulierten wir mit dem Programm "CPU-Burn" einen Volllastmodus. Hier nun unsere Messergebnisse:

Modell Temperaturen (CPU)
PC in Silentbox (Fan auf 6 Volt) 45°C
PC in Silentbox (Fan auf 9 Volt) 45°C
PC in Silentbox (Fan auf 12 Volt) 44°C
PC ohne Silentbox 41°C

Modell Temperaturen (Innentemperatur des Gehäuses)
PC in Silentbox (Fan auf 6 Volt) 38°C
PC in Silentbox (Fan auf 9 Volt) 38°C
PC in Silentbox (Fan auf 12 Volt) 37°C
PC ohne Silentbox 34°C
freistehend im Dämmschrank 

Fazit
Die Silentbox hat bei uns auf jeden Fall einen positiven Eindruck hinterlassen. Ihre Verarbeitung und ihr Lieferumfang tragen zu einem guten Gesamteindruck bei. Sehr positiv fanden wir die gute Dämmeigenschaft der Box. Der verwendete Test-PC, der einen recht hohen Geräuschpegel besitzt, war in der Box so gut wie nicht mehr hörbar. Lediglich ein sehr leises Rauschen war noch zu vernehmen, wenn man direkt neben der Box stand.

Die Box dürfte in erster Linie für Bürobesitzer sehr interessant sein, die in einer angenehmen und leisen Umgebung arbeiten wollen. Außerdem ist sie gut dort einsetzbar, wo niemand direkten Zugriff zum Rechner haben soll, z.B. in öffentlichen Einrichtungen, denn der Schrank lässt sich wunderbar verschließen.
Kein direkter Kritikpunkt, dennoch wichtig anzusprechen ist, dass die Innen- und die CPU-Temperatur des Rechners um rund vier grad im Volllasttest angestiegen ist, wenn dieser in der Box steht. Im normalen Betrieb dürfte mit einem Anstieg von 1 bis 2°C zu rechnen sein, was völlig akzeptabel ist. Um diesen Temperaturanstieg zu rechtfertigen, sei zu erwähnen, dass ein PC mit Silentkomponenten eine ebenfalls erhöhte CPU- und Innentemperatur besitzt.

Kurz gesagt: Die Box bietet sehr gute Dämmeigenschaften gepaart mit einer guten Verarbeitung und ist daher auf jeden Fall zu empfehlen! Lediglich der hohe Preis (349 Euro) und die Größe könnten bei einigen Usern abschreckend wirken.

Noch zur Info: Die Mini-Version ist schon für 269 Euro und die Midi-Version für 299 Euro erhältlich!

UPDATE vom 19.01.05:
Der Hersteller Silent-Box hat sich bzgl. der Temperaturergebnisse geäußert, die wir im Test gemessen hatten. Der Hersteller empfiehlt die Controller-Box außerhalb der Box zu lassen und den Rechner 1,5 cm vor der Fronttür aufzustellen, sodass er etwas über den untersten Luftkanal hinausragt. So soll ein optimaler Luftstrom erzielt werden, der dazu führt, dass die Temperaturen im Rechner niedriger sind, als würde der Rechner außerhalb der Silent-Box stehen.

  Testergebnis
Kriterien Punkte
Lieferumfang: 9,0 /10
Verarbeitung: 9,5 /10
Dämmeigenschaft: 9,5 /10
Ausstattung: 8,5 /10
Preis: 7,0 /10
  Pro & Kontra
+ gute Verarbeitung - relativ hoher Preis
+ sehr gute Dämmung - hoher Platzbedarf
+ Lieferumfang  
+ abschließbar  

  Infos
Preis: 349,00 Euro
Hersteller: Silent-Box GmbH
Internetseite: http://www.silent-box.de

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